Notizen und Gedanken online in der Cloud – das virtuelle Gedächtnis

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Unsere Gesellschaft verändert sich. Wer erfolgreich sein will, muss heute mehr wissen, als früher. Auch wenn uns heute mehr Wissen in irgendwelchen Datenbanken (Bsp: WikipediagoogleIMDB, ChinaPoint) zur Verfügung stehen und wir Dank Smartphones  zu jeder Zeit und an jedem Ort auf das Wissen zugreifen können, vergeht doch viel Zeit mit der Recherche. Denn diese müssen wir weiterhin durchführen und müssen im Gegensatz zu früher noch die Quelle bewerten, ob seriös oder nicht. Ärgerlich ist das Ganze, wenn man später erneut danach suchen muss und fast die gleiche Zeit damit verbringt.

Oder wer gesegnet ist, täglich mit Geistesblitzen umgehen zu müssen, kennt das Problem: Zettelwirtschaft! Gesammelte Artikel und Zeitschriften!

Bei mir sah es bisher so aus: Wenn ich einen Artikel interessant fand, riss ich die Seite aus dem Magazin oder der Zeitung heraus und scannte diesen. Oder jagte OCR drüber um den Text für mich durchsuchbar zu machen. Für meine Ideen, Gedanken und ToDo Listen verwendete ich bisher CueCards. War damals echt top. Auch viele Redakteure und größere Unternehmen nutzen das noch heute. Der Preis ist auch OK. Ich denke im letzten Jahrzent die Software für Notizen.

Jedoch merkt man CueCards drei Sachen an:

  1. Das Projekt wird von einem Entwickler betrieben: Daher SCHLEICHT die Entwicklung erheblich!
  2. Kundenfeedback wird im Forum fast gar nicht wahrgenommen. Da findet auch kein Leben mehr statt…
  3. Jemand hat die Trends zum Thema Web 2.0 verschlafen. Cloud? Hä?
Was mich am Meisten störte: Es gibt keine portable Version. Naja offiziell nicht. Ich habe mir selbst eine gebastelt, um Sie auf dem Stick nutzen zu können. Jedoch ist eine Synchronisation der Notizbücher nicht möglich (ok mit Dropbox.. aber Dank Access Unterbau nur unter Windows und mit gesperrten Dateien (ein Nutzer gleichzeitig).Was ich an CueCards mochte war die Tatsache Passwörter für das Öffnen der einzelnen Notizbücher zu hinterlegen und die gute Suche innerhalb der Software.Was ich nicht mag: Die Entwicklung ist nahezu stehen geblieben und das Ganze basiert auf mdb (Microsoft Access) Datenbanken. Also Windows only.

Alternative muss her: Evernote

Sicherlich hat der ein oder andere den Namen Evernote schon mal gehört und vielleicht auch mal kurz überflogen, um was es sich handelt. Aber nehmt euch mal die Zeit die Software ein paar Wochen zu testen. Ich denke der ein oder andere wirds lieben. Ich nenn euch mal die Vorteile, die mich bewogen haben die Software in meiner Must Have Sammlung zu nehmen.

Evernote schreibt schwarze Zahlen

Evernote ist gerade mal 3 Jahre alt (die Beta ging am 24. Juni 2008 online) und schreibt jetzt schon schwarze Zahlen. Über 10 Mio Menschen nutzen Evernote. Gerade mal ein „kleiner“ Teil  von 430 000 Menschen nutzt Evernote in der Premium Version. D.h. 4,3% sorgen für ein Plus. Dank fallender Cloud-Speicher (Evernote speichert auf Amazons S3 Servern)! Somit dürften auch die Kostenlos-Nutzer beruhigt sein, kein schlechtes Gewissen zu haben  😉

Vor kurzem bekamen die Entwickler noch einen Geldregen in Höhe von 50 Mio Dollar. Schön, wenn man sowas nicht wirklich braucht.

Evernote wird rasend weiter entwickelt

Die Programmierer legen sich richtig ins Zeug. Im Durchschnitt gibt es alle 6 Wochen neue Funktionen (auf allen Plattformen). Damit man nix verpasst, empfehle ich den Blog. Selbst wer nicht den Blog liest, erfährt dank automatischer Aktualisierung was es Neues mit der neuen Version gibt.

Evernote habe ich immer dabei

Das was ich bei CueCards wirklich vermisst habe, finde ich nun bei Evernote: Egal ob unterwegs, daheim oder an einem Fremdrechner: Per App (für iPhone, iPads, Windows Phone, Palm, BlackBerry, Sony Ericsson und Android) oder auch Zugriff auf die mobile Version per Webbrowser (Ideal für Smartphones ohne APP (Nokia und Samsungs Bada): http://m.evernote.com

Daheim nutz ich natürlich den Evernote Client, den es für Windows und Mac gibt. Ich kann also von unterwegs meine Geistesblitze verfassen und im Hintergrund wird es dank der Cloud mit allen Clienten und dem Web synchronisiert.

Sinnvoll übrigens für Leute, die keine Backups machen. Und da kenn ich viele! Erst wenns einmal ordentlich rummst, denkt man an Backup. Aber mit Evernote kann man sich bei den Notizen das Backup sparen: Selbst wenn euer Rechner, iPhone oder Notebook in Flammen ohne Backups aufgeht :cwy: : Die Notizen und euer Wissen sind „sicher“ 🙂

Anonsten geht auch der Login über die Webseite direkt. Komplett ohne Software!

Notizen intern verlinken

Dieses Feature bietet CueCards auch nicht und ich finde diese Funktion mit einer der wichtigsten Funktionen überhaupt. Die interne Verlinkung.

Ich kann nun endlich, wie ich es bei einer Wiki oder einer Webseite / Blog bereits gewohnt bin, Notizen intern und auch von extern verlinken. Siehe auch den Bereich über Notiz-Links.

Noch ein paar Tipps:

Denkt bei der Umstellung oder bei der Erstellung nicht zu sehr klassisch (bzw. an eure Ordner im Schrank).

Ich habe am Anfang den Fehler gemacht und nur zwei Notizbücher angelegt. Eins für Privat und eins für Business. Aber das gibt Chaos, da man dann 1000 Notizen in einem Notizbuch hat! Ihr solltet auf jeden Fall für JEDES „größere“ Thema ein Notizbuch erstellen! Beispielsweise mach ich das für jedes Projekt oder Richtung (bsp: Windows, Linux, Joomla, Musik etc.)

Wer ein Smartphone hat: Sucht euch eine Foto-App die auch Evernote Anbindung hat. Ideal für Studenten oder Leute die oft auf Konferenzen sind: Einfach mit dem Smartphone (iPhone, Androiden etc. pp) die Whiteboards knippsen und die Fotos direkt zu Evernote. Wenn ihr nach Hause kommt, dann habt ihr alles schon aufbereitet im Notizbuch. Oder Artikel aus Zeitschriften. Knipps, taggen und ab zu Evernote!

Auch lassen sich Mitschnitte von Gespärchen aufnehmen und als Notiz hochladen. Vielleicht kommt auch noch die Funkion, dass der Mitschnitt dann noch abgetippt als Textversion vorliegt. Ich glaub dran!

Und wer immernoch überlegt, ob er Evernote braucht:

Und letzte Meinung:

Die kostenlose Version reicht komplett aus! Man kann übrigens einzelne Notizen mit einem Passwort versehen.

Hier noch die Nachteile:

  • Bisher konnte man sein gesammeltes Wissen nicht exportieren. Das geht aber nun auch seit ein paar Wochen! D.h. für die eigene Sicherung nicht schlecht.
  • Ihr legt euer Wissen in die Cloud und auf US Servern ab. D.h. der deutsche Datenschutz greift nicht. Also nicht eure Formel für Wasser zu Wein darin speichern (oder Firmengeheimnisse etc. pp).
  • Eure Passwörter gehören NICHT in die Cloud. Da lieber klassisch vorgehen: Ein Einbruch in euer System ist 1000 mal wahrscheinlicher als in eurer Wohnung.

Für wen Ideal?

Die Software ist ideal für Programmierer (Stichwort Code-Snippets), Web-Worker, Redakteure, Unternehmer und alle die Notizzettel in Massen haben und sich sowieso mit Smartphones und Rechner heimisch fühlen.

1 Comment

  1. Firestarter sagt:

    Hallo Alex,

    danke für den tollen Blogeintrag 🙂
    Ich nutze nun seid einiger Zeit(dank deinem Blogeintrag) auch Evernote und weiß gar nicht wie ich davor ohne Evernote leben konnte?

    Egal wo ich nun bin, ich hab meine Notizen immer dabei. Selbst unterwegs, wenn mir eine Blitze Idee kam ist Evernote immer zur Hand. Gerade bei den vielen Projekten ist es sehr Hilfreich sich Notizen zumachen. Dies geschah bei mir oft klassisch auf ein Zettel oder im Editor :whistle:. Aber dank Evernote ist nun alles immer dabei und bestens geordnet :biggrin:.

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