Wechsel von 1und1 zur Telekom

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Mein Wechsel von 1&1 zur Telekom gestaltet sich doch anders, als ich es mir vorgestellt habe. Ich kann ja schon einmal ein Teil vorab verraten: wir sitzen ohne Internet und ohne Telefon da!  :cwy: Dabei war es doch in der Theorie doch so einfach. Die Telekom verwaltet die Netze, für die ist es ein einfaches Ihre Schafe wieder ins trockene zu holen. Von Odysseen von Anbieter A zu Anbieter B hatte ich viel gelesen (Woche ohne Internet).

Mein Entschluss stand seit Mai fest: Ich wollte zur Telekom. Ich muss davor sagen: Mit 1&1 war ich immer zufrieden! Und das nun 8 Jahre lang! Immer fleißig die neuste Fritz!Box abgesahnt. Support und Erreichbarkeit waren auch traumhaft. Anbindung am DSL 16000 Anschluss sogar mit 17,1 Mbit und 1,1 Mbit Upload. An der Leitung, Support oder Stabilität lag es also nicht. Jedoch lockte mich die Telekom mit ihrem 10 Euro teureren Tarif (Call & Surf Comfort Plus). Denn schließlich gibts darin die Hotspot-Flat und zu 3 Mal Norton 360 Lizenz sag ich auch nicht nein (Norton hat sich ja gebessert).

Mittlerweile rüstet die Telekom jede Telefonzelle mit einem Hotspot aus, fast jedes MC-Donalds und viele Hotels nutzen die Hotspots der Telekom. ICEs auch und in Bahnhöfen gibts da auch fast das Quasi-Monopol. Während meiner Bestellung konnte ich sogar das Wachstum verfolgen: Waren es im Mai noch über 8000 Hotspots, waren es zwischenzeitlich 8500 und nun aktuell sogar 8600. Die Dichte der Hotspots in den Citys ist schon beeindruckend. Und Dank wachsender mobiler Endgeräte (Smartphones, iPad, Notebook) und das von 2 Personen, kommt man mit einem UTMS Stick schon an die Grenzen :silly: Gerade was große Updates, ein Download oder ein App-Kauf angeht empfinde ich WLAN einfach besser und stabiler.

Bei 1und1 nutze ich die Extras wie Online-Speicher nicht, da ich sehr zufrieden mit Dropbox und HiDrive von Strato bin.

Naja, zum 1. Juli lief mein Vertrag bei 1und1 aus und im Mai hatte ich schon mich bei der Telekom gemeldet, zwecks Providerwechsel bzw. Rückkehr zur Telekom. Dass die sich auf mich (als Rückwechsler) freuten, konnte ich in den gefühlten Hunderten Briefen merken. Mehr als 10 Briefe habe ich bekommen, wo mir jeder Pups nochmal bestätigt wurde. Sogar 2 Mal kam die Anleitung, damit ich ja fit für den Wechsel bin.  :sleeping:

Und dann gings los

Tag 1 – 1. Juli – Tag des Wechsel

Heute sollte es soweit sein. Fast Punkt 12 war es soweit: Internet war weg. Ich schau auf die Fritz!Box und sehe PPPOE Fehler – DSL antwortet nicht. Naja dachte ich, ist es wohl soweit. Habe brav den Splitter angestöpselt (gruselig, wieder Analog-Telefon-Anschluss + DSL) und in die FritzBox die Zugangsdaten eingetragen. Nix passierte. Weiterhin PPPOE Fehler und Analog Telefon war tot. Puls schoss hoch, als mir die DSL Leitung mit 6MBit synchte.. :sick: Naja dachte ich, warteste ab. 2h hielt ich für angemessen.

14 Uhr – Gleich mal die kostenlose Hotline (Mensch, die Nummer kannte ich schon vor 10 Jahren – die Melodie auch..   :sideways: ) angerufen

Joa, scheinbar sei meine Angst unbegründet. DSL soll mit 16Mbit kommen und bis 19 Uhr sind alle Aufträge abgearbeitet. So so 19 Uhr… Freitag 19 Uhr… Ich ahnte Böses..

19 Uhr – Nix passierte – Telefon und Internet weiterhin tot.

Ich rufte erneut an. Diesmal eine Frau. Sie gab sich viel Mühe, ich wiegte mich in sicheren Armen. Als alles kein Erfolg brachte, prüfte Sie meine Leitung: Leitungsfehler: Techniker müsse kommen.  War ja irgendwie klar. Als ich fragte: ob die denn auch Samstag arbeiten, meinte Sie ja. Ich atmete tief durch. Jedoch sei keiner mehr frei und sie könne mir erst am Montag einen Termin anbieten.  :unsure: Na ja, was soll man da noch sagen. Optionen hat man da nicht wirklich viele. Hätte ich nur den Telekom-Business Vertrag genommen…

Um das Wochenende humanistisch und zivilisatorisch zu überstehen, habe ich den Vodafone-Stick in die Fritzbox gesteckt und der sorgt nun für den Zugang zum Wissen und zur Arbeit. Bilanz: 1GB (von 5 GB bis zur Drosselung) schon am Wochenende verheizt…

Tag 4 – 4. Juli – Wo isser denn?

Was ich bei solchen Terminen nicht mag: Sie liegen genau im Feierabend. D.h. einen eventuellen Ersatztermin am gleichen Tag kann man komplett knicken. Naja wird schon werden: 17 Uhr mit dem Notebook vor dem Fenster bequem gemacht. Soll ja dann nicht in der Kundendatenbank stehen: „Kunde war nicht da. Zettel im Briefkasten hinterlegt“

Ich habe sogar 30 min den Namen am Briefkasten und am Klingelschild geputzt um alle Eventualitäten zu beseitigen. Dachte mir, bissl vergilbt isser auch noch. Druckste neu aus. Gemacht.

Weiter auf die Lauer gesetzt. Niemand kam. Es wurde 19 Uhr. Langsam war ich sauer und vom heimischen Schiefstand ganz zu schweigen, schließlich war heute der 1. Teil des Geburtstages meiner Freundin (Mond- und Sonnenkalender)… Das Abendessen fand mit mir und am Ohr das Handy statt.

Insgesamt habe ich an dem Abend über 60min in der Warteschleife verbracht! 4 Mitarbeiter gesprochen. 3 mal wollten die irgendwo nachfragen und in der Zwischenzeit fand ich mich 3 mal wieder am Anfang der Warteschleife und musste mein Leid jemand Neuem erzählen. Also das ist echt zum Kotzen. Natürlich war auch keiner von der Disposition mehr zu sprechen… Das zum Thema Termine zum Feierabend…

Tag 5 – 5. Juli – Vielleicht wirds ja heute was

Was mir immer noch zusetz, war das Nicht-Erscheinen des Technikers ohne vorherige Absage. Naja, Primärziel ist erstmal wieder online über DSL zu kommen. Alternative wäre nur weiterhin über UTMS. Kabelmodel geht hier nicht. Die Anlage im Keller ist zu alt und Glasfaser sollte eigentlich letztes Jahr schon kommen (liegt in der Straße nur die Verkabelung zum Haus noch nicht).

Neuer Versuch – Kundenhotline 11:30 Uhr. Toll! Nur 5 Minuten in der Warteschleife verbracht. Find ich akzeptabel. Diesmal war ich kurz und bündig: Ich sitze ohne DSL und ohne Telefon da. Der Alexander (sympathischer Name) an der anderen Seite der Leitung konnte sogar jemand von der Disposition erreichen und teilte mir mit: Die sind derzeit unterbesetzt. :blink: Ahja. Als Termin konnten die mir nur folgendes geben: Entweder heute Nachmittag oder morgen früh.. ich sagte, das reicht mir, Hauptsache jemand kommt.

Tag 6 – 6. Juli – Die Hoffnung stirbt zuletzt

So, nun ist es gleich Mittag und wie sich der spöttische Leser schon denken kann: die kommen sowieso nicht. Gestern meinte man also Vormittag. Der ist ja auch gleich rum, also die 0800 330 1000 aus der Wahlwiederholung angerufen und mal nachgefragt (ich melde mich übrigens immer bei der Störung). Sie schaute nach und meinte heute sei ein Termin von 8 bis 19 Uhr eingetragen… Was für ne Spanne  :blink: Und das auch noch wo wir volles Haus haben mit über 10 Leuten… Mal sehen obs noch ein Nebengeschenk an Yingna wird…

Endlich – Ich bin online

So, ich bin nun online. Gestern (6. Juli) 13 Uhr war es soweit: Es rief mich ein Techniker auf dem Handy an ob ich Zeit hätte, Joa sagte ich und 5min später war er da. Steckt kurz sein Messer rein, hörte nix, ging in Keller, kam wieder und alles ging. Ich fragte, woran es lag. Er meinte die Telekom hat falsch gebucht.  :blink:

Dass Fehler gemacht werden, damit kann ich leben, wenn aber so viele Tage verstreichen müssen für die Fehlerbehebung ist das unschön. Dank UMTS Stick konnten wir dies aber überleben.

Mein Fazit an alle Wechsler (egal ob zur Telekom, von der Telekom, zu 1und1 oder anderen DSL Anbietern). Man sollte auf jeden Fall, für den Fall der Fälle, einen UMTS  Stick in der Schublade haben und eine PrePaid-Karte. Sonst sitzt man ganz schön unruhig dar  :whistle: :whistle: Übrigens wenn alles normal läuft, wäre der Wechsel ne Sache von maximal einer Stunde…

Übrigens wurde ein Gesetz verabschiedet, dass unter anderem folgendes regelt: Beim Anbieterwechsel soll es nur noch eine Leistungsunterbrechung von maximal einem Tag geben dürfen. Beim Wohnungswechsel soll der Kunde, wenn in der neuen Wohnung die bisherigen Leistungen nicht angeboten werden, ein dreimonatiges Sonderkündigungsrecht erhalten und ansonsten keine Vertragsverlängerung aufgebürdet bekommen.

Was hat sich verbessert:

Auf jeden Fall meine Laune  :sideways: Aber DSL Bandbreite ist ein Tick größer geworden: Statt 17,1 nun mit 17,7 Mbit und Upload von 1,1 MBit auf 1,2Mbit. Obs nun am anderen Kupferkabel liegt oder am Telekom RAM (Rate Adaptive Mode) weiß ich leider nicht. Ich tippe auf eine Mischung von beidem.

Großer Unterschied: Mein Ping scheint sich halbiert zu haben. Hatte ich vorher einen Ping von 30 bis 40 sind es nun 15 bis 20 ms! Und das obwohl die Telekom kein Fastpath mehr anbietet. https://serviceportal.telekom.de/fastpath Aber gerade beim Arbeiten mit FileZilla und SSH merke ich deutlich den Unterschied!

 

 

 

 

 

 

1 Comment

  1. […] so, in  1-2 Tagen… Das kenne ich doch von der Telekom. 1-2 Tage bedeutet: Donnerstag oder Freitag. Irgendwie wusste ich schon, es wird sich garantiert […]

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